Was ist Parodontitis?
Die Behandlung von Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) ist unser Schwerpunkt und steht im Zentrum unserer Praxisphilosophie.
Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die durch bakterielle Infektion verursacht wird. Unbehandelt führt sie zum Abbau von Zahnfleisch und Knochen und kann letztlich zum Zahnverlust führen. In Deutschland ist Parodontitis die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen.
Durch gute häusliche Mundhygiene, sowie durch professionelle Prophylaxe und Betreuung lassen sich parodontale Erkrankungen verhindern oder im Frühstadium erfolgreich behandeln.
Unser Behandlungskonzept
Unser Konzept umfasst drei entscheidende Säulen: frühzeitige Diagnose, sorgfältige Therapie und konsequente Nachsorge.
1. Diagnose
Umfassende Untersuchung mit modernster Technik und individueller Risikoanalyse als Basis für Ihren maßgeschneiderten Behandlungsplan.
- Vollständige parodontale Befunderhebung
- Digitale Röntgendiagnostik
- Berücksichtigung von zusätzlichen Risikofaktoren
- Prognosebewertung
2. Therapie
Schonende, wissenschaftlich fundierte Behandlungen zur effektiven Bekämpfung der Entzündung und zum langfristigen Zahnerhalt.
- Beseitigung von Risikofaktoren
- Optimierung der häuslichen Mundhygiene
- Reinigung der Zahnfleischtaschen
- Chirurgische Therapie bei Bedarf
3. Nachsorge
Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die nicht „geheilt", aber erfolgreich kontrolliert werden kann. Nur die konsequente Nachsorge verhindert ein Wiederaufflammen der Erkrankung (Rezidiv).
- Kontrolle von Risikofaktoren
- Analyse der Mundhygiene
- Professionelle mechanische Plaque-Entfernung
- Anpassung des Behandlungsplans
Unser Behandlungsspektrum
Prävention & Diagnostik
Prävention
Vorbeugung ist der beste Schutz vor Parodontitis. Wir legen großen Wert auf Früherkennung und präventive Maßnahmen, um das Entstehen einer Parodontitis zu verhindern.
- Parodontales Screening
- Professionelle Plaque-Entfernung und individuelle Mundhygiene-Beratung
- Risikoanalyse
Diagnostik
Moderne Diagnostik ermöglicht eine präzise Beurteilung Ihrer parodontalen Situation und bildet die Grundlage für eine individuelle Therapieplanung.
- Digitale Röntgendiagnostik
- Parodontale Befunderhebung
- Analyse von Risikofaktoren
Systematische Therapie & Nachsorge
Nicht-chirurgische Therapie
Gründliche Reinigung der Wurzeloberflächen und Zahnfleischtaschen – schonend und unter lokaler Betäubung.
Chirurgische Therapie
Bei fortgeschrittener Parodontitis kann eine chirurgische Behandlung notwendig sein. Hier werden unter örtlicher Betäubung tiefe Taschen beseitigt.
UPT
Regelmäßige Nachsorge, um die erreichte Zahngesundheit langfristig zu erhalten und Rückfälle zu verhindern.
Parodontitis und Ihre Gesundheit
Mundgesundheit ist Allgemeingesundheit – chronische Entzündungen im Mund beeinflussen den gesamten Körper.
Diabetes mellitus
Parodontitis und Diabetes beeinflussen sich gegenseitig: Diabetiker haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Parodontitis. Umgekehrt erschwert die Zahnfleischentzündung die Blutzuckerkontrolle.
Gute Nachricht: Eine erfolgreiche Parodontitistherapie kann den HbA1c-Wert (Langzeitblutzucker) senken.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Menschen mit Parodontitis haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Bakterien und Entzündungsstoffe aus dem Zahnfleisch gelangen über die Blutbahn zum Herzen.
Die Behandlung der Parodontitis kann Entzündungsmarker im Blut reduzieren und das kardiovaskuläre Risiko senken.
Atemwegserkrankungen
Bakterien und Entzündungsbotenstoffe aus parodontalen Taschen können über den Atem- oder Blutweg in die Lunge gelangen und dort Entzündungen auslösen oder bestehende Atemwegserkrankungen verschlimmern. Bei COPD-Patienten verschlechtert eine unbehandelte Parodontitis die Lungenfunktion.
Nierenerkrankungen
Patienten mit schwerer Parodontitis haben ein deutlich erhöhtes Risiko für chronische Nierenerkrankungen. Die ständige Entzündungsbelastung schädigt langfristig die Nierenfunktion.
Regelmäßige Parodontitis-Nachsorge ist daher besonders für Nierenpatienten wichtig.
Rheumatoide Arthritis
Parodontitis und rheumatoide Arthritis teilen ähnliche Entzündungsmechanismen. Rheuma-Patienten haben ein höheres Parodontitis-Risiko, und die Zahnfleischentzündung kann die Gelenkbeschwerden verstärken.
Eine interdisziplinäre Behandlung von Rheumatologe und Parodontologe ist optimal.
Krebsrisiko
Chronische Entzündungen, wie sie bei Parodontitis vorliegen, stehen im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Studien zeigen u. a. Zusammenhänge zu Krebs in der Mundhöhle, Bauchspeicheldrüsen- oder Lungenkrebs.
Die Vermeidung chronischer Entzündungen durch gute Mundgesundheit ist daher ein wichtiger präventiver Aspekt.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Aufgrund dieser Zusammenhänge arbeiten wir eng mit Hausärzten, Diabetologen, Kardiologen und anderen Fachärzten zusammen. Eine ganzheitliche Betrachtung Ihrer Gesundheit ist uns wichtig.
Bitte informieren Sie uns über bestehende Allgemeinerkrankungen und Ihre aktuelle Medikation. Dies ermöglicht uns eine optimale, auf Sie abgestimmte Behandlung.
Überweisung zur Spezialistin
Die Einschätzung, ob Ihre Parodontitis spezialisiert behandelt werden sollte, trifft Ihr Zahnarzt oder Ihre Zahnärztin – und kann Sie zur Behandlung an uns überweisen.
Wir übernehmen alle Schritte der Parodontitistherapie – von der Diagnostik über die Behandlung bis zur Nachsorge. Die Behandlung erfolgt in enger Rücksprache und Zusammenarbeit mit Ihrem Zahnarzt.
Informationen für Überweiser